Feuerwehr von A – Z Heute: D – Defibrillator

Es kann jederzeit und an jedem Ort passieren: Das Herz gerät außer Takt, die Blutzirkulation setzt aus, Herzstillstand. Allein in Deutschland sterben jährlich mehr als 100.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern an einem plötzlichen Versagen der Herzfunktion. Ursache für den „plötzlichen Herztod“ ist in den meisten Fällen ein Herzkammerflimmern. In diesem Fall pumpt der Herzmuskel nicht mehr koordiniert, sondern zuckt mit einer enorm hohen Frequenz – er „flimmert“. Die Pumpleistung des Herzens sinkt abrupt auf null, der Kreislauf kommt zum Stillstand.

Eine Defibrillation ist in dieser Situation die einzig wirksame Maßnahme zur Lebensrettung. Je früher sie einsetzt, desto größer sind die Überlebenschancen für die Betroffenen. Viel Zeit bleibt den Helfern allerdings nicht: Mit jeder Minute, die ohne Hilfe verstreicht, sinkt die Lebenserwartung um bis zu zehn Prozent; bereits nach drei bis fünf Minuten beginnen die Gehirnzellen abzusterben. In dieser Zeit schafft es der Notarzt nur in den seltensten Fällen an den Unglücksort.

Haben Sie gewusst, dass auch in unserer Gemeinde Defibrillatoren in öffentlichen Gebäuden hängen? Einer ist z. B. im BZ Steinhöring angebracht. Vorteilhaft ist, dass das Gerät auch durch Laien bedient werden kann, die vollständige Bezeichnung lautet daher AED – „Automatisierte Externe Defibrillation“.

Aufgebaut ist es mit wenigen Bedienelementen: zwei Flächenelektroden (diese werden auf dem Brustkorb angebracht), die weiteren Schritte zur Handhabung werden über eine Sprachsteuerung per Ansage und über gut sichtbare Hinweise mitgeteilt.

Wenn der Ersthelfer die Elektroden am Oberkörper des Notfallpatienten befestigt hat, führt der Defibrillator automatisch eine EKG-Analyse durch. Falls dieser die Diagnose „Herzkammerflimmern“ feststellt, gibt das Gerät die Aufforderung, per Knopfdruck einen Elektroschock auszulösen. Die weiteren Anweisungen werden ebenfalls vorgegeben, daher ist auch die versehentliche Abgabe eines Schocks durch den Anwender ausgeschlossen. Das Drücken des Knopfes ist nämlich nur möglich, wenn das Gerät auch sicher erkannt hat, das die Herzkammern „flimmern“.

Auch wenn die Bedienung leicht durchzuführen ist, wünschen wir keinem, jemals in so eine Situation zu kommen.

Zudem wäre ein Defibrillator bei der freiwilligen Feuerwehr bestens untergebracht, denn auch der Rettungsdienst kann mal nicht gleich zur Stelle sein. Durch eine Spende würde dieses Gerät dann für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Somit könnten Leben gerettet werden.

 

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