Feuerwehr von A-Z - O - Ölspur
Feuerwehr von A-Z - O - Ölspur
Technische Mängel am Fahrzeug, Verkehrsunfälle, aber auch ein nicht gewissenhaft verschlossener Tankdeckel kann dazu führen – Treibstoff oder Motorenöl tritt aus, eine Ölspur entsteht. Diese kann sich in akuten Fällen kilometerweit erstrecken.
Dies führt nicht nur zur Verschmutzung der Umwelt, sondern kann durch eine rutschige Fahrbahn auch zu Unfällen führen. Insbesondere Motorradfahrer können sich bei Stürzen mit entsprechender Geschwindigkeit erheblich verletzen. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, Ölspuren umgehend und gründlich zu beseitigen. Meistens wird die Reinigung durch den Straßenbaulastträger durchgeführt, in dringenden Fällen mit starker Verschmutzung und Unfällen jedoch auch durch die Feuerwehr.
Wer eine Ölspur verursacht hat, hat dies unverzüglich zu melden, dass keine Folgeschäden entstehen. Jedoch auch wenn eine Verschmutzung bemerkt wird, sollte dies umgehend gemeldet werden. Der Fahrzeughalter hat laut Gesetz für die Beseitigung der Verunreinigung zu sorgen (auch durch Erteilung eines Auftrags an eine Fachfirma), falls dies nicht erfolgt oder die Reinigung aufgrund starker Verunreinigung nicht möglich ist, greifen wiederum auch wir – die Feuerwehr – ein.
Zur Reinigung eignen sich verschiedenste Ölbindemittel, welche einmal oder gegebenenfalls mehrmals auf die Ölspur aufgetragen und „abgekehrt“ werden. Die Reste werden aufgenommen und entsorgt. Um übriggebliebene Ölreste auch aus den Furchen der Straße zu entfernen, wird oft durch eine spezialisierte Firma eine Nassreinigung durchgeführt – meistens unter Verwendung geeigneter Netzmittel. Die Entsorgung des aufgenommenen Mittels muss als Industrieabfall entsorgt werden.
Um andere Verkehrsteilnehmer vor der Rutschgefahr zu warnen, werden nach dem Entfernen der Ölspur in aller Regel für einige Tage entsprechende Gefahrenzeichen aufgestellt – „Vorsicht, Ölspur!“.
Kathi Krammer
2. Schriftführerin, Freiwillige Feuerwehr Steinhöring